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15.02.2012 » Pressemitteilung » Solarenergie
Effizientes Heizen wird von der Stadt Augsburg gefördert


Die Stadtwerke Augsburg fördern Investitionen in energiesparende Heizungen. Voraussetzung für die Förderung ist der Bezug von Erdgas von den Stadtwerken, gleich ob über einen bestehenden Anschluss oder einen Neuanschluss. Gefördert werden sowohl Neubauten als auch die energetische Sanierung vorhandener Bausubstanz.

Förderung nach dem Baukastenprinzip

Fördermöglichkeiten bestehen für zahlreiche unterschiedliche Maßnahmen zur Verbesserung der Ökobilanz. Bereits die Entscheidung für den CO2-neutralen "Regenio Gastarif" der Stadtwerke wird honoriert. Zu den geförderten technischen Maßnahmen gehören Solaranlage ebenso wie Erdgas-Wärmepumpen oder die Brennwerttechnik. Auch Mini-Blockheizkraftwerke sind in die Förderung eingeschlossen. Dieser Zuschuss wird zusätzlich zur wieder aufgenommenen staatlichen Förderung gewährt. Insgesamt beläuft sich die maximale Fördersumme auf 1050 Euro. Die Beratung der Bauherren und Immobilienbesitzer über mögliche Energieeinsparungen übernehmen die Stadtwerke durch entsprechend qualifizierte Fachberater ebenfalls. Aus Kundensicht bedeutet diese kostenlose Energieberatung eine weitere finanzielle Entlastung von mehreren hundert Euro. Sie fällt damit höher aus als so manches Modul aus dem Förderbaukasten.

Umdenken der Energieversorger


Die geförderten technischen Verfahren dienen allesamt dem Ziel, den Verbrauch von Rohstoffen – hier von Erdgas – durch eine effizientere Nutzung zu reduzieren. Andere Energieversorger gehen ähnliche Wege, einige Stromversorger unterstützen Privatkunden beispielsweise finanziell bei der Anschaffung von Küchengeräten einer hohen Effizienzklasse. Es mag paradox anmuten, dass Unternehmen ihre Kunden finanziell unterstützen, damit diese weniger Produkte abnehmen. Dafür haben sie jedoch gute Gründe. Ein Grund für dieses Vorgehen ist offensichtlich: Energieanbieter profitieren von einem Öko-Image. Neben diesem indirekten Effekt dienen solche Programme auch auf sehr direkte Weise der Kundenbindung beziehungsweise der Neukundengewinnung, denn selbstverständlich werden die Förderungen nur eigenen Kunden gewährt. Schließlich rechnen sich derartige Förderprogramme zur Energieeinsparung auch auf sehr direkte Weise. Der Energieverbrauch privater Haushalte unterliegt im Tagesverlauf kurzfristigen und im Jahresverlauf langfristigen Schwankungen. Bei gleich bleibenden relativen Schwankungen sind die Schwankungen in absoluten Zahlen deutlich geringer, wenn der Energieverbrauch durch effizientere Technologien gesenkt wird. So sinkt bei Nutzung eines Brennwertkessels im Winter die Schwankung des Gasverbrauchs zwischen kalten und milden Tagen um mehr als 30 Prozent. Die kurzfristigen Spitzenlasten abzudecken, ist sowohl für Strom- als auch für Gaslieferanten teuer, weil entsprechende Kapazitäten permanent vorgehalten werden müssen.

Stromversorger sind daher beispielsweise bereit, Großkunden mit hohen Summen zu unterstützen, wenn diese im Gegenzug dem Versorger das Recht zur kurzfristigen Leistungsunterbrechung für einige Stunden einräumen. Das rechnet sich, weil weniger Standby Kraftwerksleistung für Lastspitzen bereitgehalten werden muss. Möglicherweise werden auch Privatkunden von derartigen Regelungen profitieren können. Nachgedacht wird beispielsweise über intelligente Netze, in denen der Stromversorger entscheidet, wann eine Waschmaschine genau anläuft. Der Kunde erhält dafür einen Preisnachlass. Im Gasbereich sind ähnliche Lösungen denkbar, denn moderne Kessel speichern Wärme über viele Stunden.

http://www.solarthermie.net/


 

Solarthermie.net
Christian Münch
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